Die Sonne meint es gut mit uns, sie gibt uns Licht, sie gibt uns Wärme, sie stärkt unsere Knochen und unser Immunsystem.
Endlich Sommer, endlich Urlaub, endlich Sonne, wer freut sich nicht auf lange Tage im Freien? Aber wie so oft im Leben gibt es auch eine Kehrseite mit weniger guten Eigenschaften der Sonnenstrahlung.
Mit dem Licht und der Wärme treffen auch kurzwellige UV-Strahlen auf unsere Erde. Diese werden in UV-A und UV-B-Strahlen unterschieden, beide können zu Hautschäden führen. UV-B-Strahlen treffen die oberen Hautschichten und führen zu Sonnen-Brand. UV-A-Strahlen dringen in tiefere Hautschichten ein und können dort zu Sonnen-Allergien, zur vorzeitigen Alterung der Haut und chronischen Schäden führen. Sowohl UV-B- als auch UV-A-Strahlen erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb muss nach heutigem Standard ein Sonnenschutzmittel den Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen ausweisen.
Der Lichtschutzfaktor (LSF, SPF) 6 bis 50+ gibt an, wie viel länger man sich mit einer Sonnencreme der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen „Eigenschutzzeit“ möglich wäre. Die natürliche Eigenschutzzeit unserer Haut liegt bei uns Mitteleuropäern zwischen 10 und 30 Minuten, abhängig davon, wie sehr unsere Haut von Natur aus pigmentiert ist.
Beispielsweise: Eine Person mit heller Haut, hellen Augen und hellem Haar neigt schnell zur Rötung der Haut und erreicht nur eine geringe Bräunung Man spricht vom Hauttyp II (innerhalb einer Einteilung von I bis IV und Kinderhaut). Die Eigenschutzzeit der Haut für Hauttyp II beträgt 15 bis 20 Minuten. Das bedeutet, im Mittelwert kann diese Person nur ca.12 Minuten risikofrei Sonne genießen. Wählt man dann ein Sonnenschutzmittel mit LSF 25, verlängert sich das unschädliche Sonnenbad wie folgt: 12 x 25 = 300, d.h. 300 min bzw. 5 Stunden. Zur Beurteilung Ihres Hauttyps/ Ihrer Eigenschutzzeit wird Sie Ihre Apotheke oder Ihr Hautarzt gerne beraten.
Der Schutz vor UV-A-Strahlen sollte nach Bestimmungen der Europäischen Kosmetik Assoziation COLIPA mindestens ein Drittel des ausgewiesenen Lichtschutzfaktors für UV-B betragen. Wird diese Norm erfüllt, erhält das Sonnenschutzmittel ein UV-A-Siegel.
Der oft ausgewiesene „australische Standard“ entspricht nicht mehr den heutigen Sicherheitskriterien, tatsächlich Schutz vor UV-A-Strahlung zu gewähren.
Eine gute Sonnencreme sollte
Die aus Hauttyp / Eigenschutzzeit und Lichtschutzfaktor errechnete Zeit unschädlichen Sonnenbadens gilt nur 1x am Tag! Wiederholtes Auftragen der Sonnencreme nach dem Baden, Duschen oder Kleidungswechsel ist zur Erhaltung des Schutzes notwendig, führt aber nicht zu einer Summierung der Schutzzeit!
Kinderhaut ist noch sehr dünn, für Kinder immer einen LSF>25 wählen, Säuglinge und Kleinkinder nie direkter Sonnenstrahlung aussetzen.
Beobachten Sie an Ihrer Haut Veränderungen an Leberflecken, haben Sie einen großflächigen Sonnenbrand erlitten oder zeigt Ihre Haut allergie-ähnliche Reaktionen nach dem Aufenthalt in der Sonne (Ausschlag, Juckreiz) suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.